Wie kann ein Stimmtrainer im Stimmtraining meine Wirkung verbessern?

Tiefere Stimmen wirken entspannter, vertrauensvoller und kompetenter.  So, wie gewisse Menschen eine unglaubliche Ausstrahlung besitzen wenn Sie den Raum betreten, können Menschen eine unglaubliche Wirkung erzielen, sobald sie den Mund aufmachen. Es ist nicht nur eine Stimmfunktion die das ermöglicht, sondern der ganze Körper hat auf diese wirkungsvollen Stimmen Einfluss. Es gehört eine gewisse Entspanntheit dazu, genauso wie ein nicht zu geringer Körpertonus. Zu dieser goldenen Mitte und zu einer wirkungsvollen Stimmpräsenz zu finden, unterstützt ein Stimmtrainer im Stimmtraining.

Zum Stimmtraining gehört ein Stärken der Artikulationsmuskulatur, die den Job des Sprechens maßgeblich tragen muss. Ich vergleiche die Aktivität von Kehlkopf und Artikulationsmuskulatur (Zunge, Lippen, Kiefermuskeln) immer mit der rechten und linken Hand beim Klavier spielen. Beide Hände müssen unabhängig voneinander spielen, ebenso Artikulationsmuskulatur und Kehlkopfmuskulatur. Der Ungeübte kann schlecht  das Eine unabhängig stark in Anspruch nehmen und das Andere gleichzeitig entspannen.

Meist nimmt der Druck auf den Kehlkopf zu, sobald man intensiver beginnt zu sprechen. Man möchte ja etwas herausbringen, also wird man irgendwie aktiv. Aber gerade der Kehlkopf sollte entspannt sein. Aktivitäten gehen bei uns natürlich immer mit Muskelaktivität einher. Das sollten jetzt aber die Richtigen sein, damit sich der Rest unseres Sprechsystems, der Kehlkopf, entspannen kann. Ansonsten werden die Stimmen eng oder höher oder beides.

Unser Kehlkopf ist ursprünglich ein Ventil. Es kann geöffnet und geschlossen werden. Es gibt also Heber- und Senkermuskeln die diesen Prozess ermöglichen. Da das Atmen eine lebensnotwendige Sache ist, und der Kehlkopf sich beim Einatmen automatisch offenhalten muss, unterliegt unsere Atmung, genauso wie die Heber- und Senkermuskeln des Kehlkopfs, einer reflektorischen Funktion. So funktioniert es auch beim Schlafen. Jeder Duck auf den Kehlkopf und der umgebenden Muskulatur führt dagegen Richtung schließen desselben. So können wir auch Kraft ausüben. Heben Sie einmal etwas schweres hoch und beobachten Sie Ihren Kehlkopf. Er geht hoch. Wer den ganzen Tag gegen imaginäre Säbelzahntieger kämpft wird eine permanente Anspannung in Bereich des Kehlkopfes haben und er geht hoch.

Jetzt kommt die Resonanz ins Spiel. Je höher der Kehlkopf steht umso weniger Resonanzraum gibt es, je niedriger er steht, umso mehr Resonanzraum gibt es. Ist der Kehlkopf entspannt, ergibt sich ein angenehmer, warm klingender, sonorer Sound.

Männer mit sonoren tieferen Stimmen wirken oft auf Frauen auch erotisch.  Frauen mit hohen und eventuell verhauchten Stimmen wirken auf Männer oft auch erotisch. Das Problem ist jetzt nur, das ein Mann eine Frau mit so einer Stimme im beruflichen Kontext wenig zutraut.  Mag auch die Erotik rein garnichts mit dem Beruflichen zu tun haben, irgendwo in uns stellt sich unbewusst trotzdem der eine oder andere Schalter in eine bewertende Richtung.

Wer eine klare, deutliche und entspannte Sprechweise hat, kann sich auch laut ohne angreifend zu wirken gut durchsetzen. Denn durch ein Stimmtraining gewinnt man auf der einen Seite eine gewisse Helligkeit, von den Frequenzen her durchsetzungsfreudigen Klang. Die Sprachverständlichkeit in den oberen Mittenfrequenzen ist gestärkt. Durch einen entspannten Kehlkopf entsteht mehr Resonanzraum, durch den die so entstehenden Bassanteile für eine runde und sonore Stimme sorgen. So eine Stimme erweckt Vertrauen, Kompetenz und Sympathie. Wenn jetzt noch eine korrekte Aussprache der deutschen Hochlautung dazu kommt, wird rein über das Sprechen in der Wirkung ein höherer Bildungsstand vermittelt. So kann ein Stimmtrainer im Stimmtraining oder Sprechtraining den Weg zu mehr Wirkung stellen.

Wer Vertrauen erwecken kann, sympathisch wirkt, Kompetenz ausstrahlt und offensichtlich ein gebildeter Mensch ist, der wohl weiß was er tut und wovon erspricht, der wird es auch nicht schwer haben andere von seinen Inhalten, Produkten sowie von seinem Wissen und Können zu überzeugen.